Region Rhein-Nahe

Sparkasse Rhein-Nahe investiert in neue Geschäftsfelder

„Wir sind mit unserem Geschäftsergebnis 2020 zufrieden“, resümiert Peter Scholten, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Rhein-Nahe. Die Fakten: Die Bilanzsumme beträgt 5,759 Milliarden Euro und liegt damit 14,5 Prozent über dem Vorjahr.

Bieten Unterstützung in der Corona-Pandemie: Vorstandsvorsitzender Peter Scholten (r.) und sein Kollege Steffen Roßkopf.

Auch die Ertragslage hat sich im Jahr 2020 weiterhin verbessert. Der Bruttoertrag beläuft sich auf 116,6 Millionen Euro, was ein Plus von 4,4 Prozent bedeutet (+ 4,9 Millionen Euro). Das Betriebsergebnis ist ebenfalls gestiegen und liegt mit 41,7 Millionen Euro um 6,6 Prozent über dem Ergebnis des Vorjahrs.

„Die Auswirkungen der anhaltenden Niedrigzinspolitik und die Finanzengpässe, mit denen vor allem Klein- bis mittelständische Unternehmen zu kämpfen haben, werden uns alle noch vor Herausforderungen stellen. Diesen sehen wir uns als Unterstützer unserer Kunden gewachsen“, so Scholten.

Die bilanzwirksamen Kundeneinlagen des Finanzinstituts sind um 7,5 Prozent auf 3,996 Milliarden Euro gestiegen. Auch die Nachfrage nach Vorsorgeprodukten ist ungebrochen.

Im rheinland-pfälzischen Verbandsvergleich zum Vorjahr konnte die Sparkasse Rhein Nahe im Immobiliengeschäft den zweiten Platz erreichen und im Leasinggeschäft mit einem Investitionsvolumen von rd. 20 Mio. EUR sogar den ersten Platz belegen.

Das Kreditgeschäft lag wie im Vorjahr 2020 wieder über der Drei-Milliarden-Marke. Der Gesamtbestand der Kundenkredite verzeichnet einen Zuwachs um 11,6 Prozent auf 3.787 Milliarden Euro. Um dies zu erreichen, wurden Darlehen von insgesamt 1,137 Milliarden Euro mit 7.600 Darlehensverträgen bewilligt. Damit ist es der Sparkasse Rhein-Nahe gelungen, um mehr als das Doppelte im Vergleich zu den rheinland-pfälzischen Sparkassen zu wachsen. Dieser Zuwachs trifft sowohl auf die gewerblichen, wie auch die privaten Haushalte zu.

In diesen Zusagen enthalten sind rund 139 Millionen Euro in Fördermitteln. Das sind fast 122 Millionen Euro mehr als im Vorjahr. Rund 100 Millionen Euro davon Coronahilfen. Man habe die Privatkunden wie auch die Mittelstandskunden nicht allein gelassen, sondern als Sparkasse durch die Vergabe von Förderkrediten, durch eigene neue Kredite und durch Kreditstundungen einen wichtigen Beitrag geleistet, beschreibt Steffen Roßkopf, Mitglied des Vorstands, die Situation. „Unser Vorteil liegt darin, dass wir unsere Kunden gut kennen und sie individuell unterstützen können.“ Drohende Kreditausfälle seien mit den Kunden zusammen abgewendet worden, auch um die Region strukturell vor weitreichenden Folgen der Pandemie zu schützen.

Die anhaltende Niedrigzinspolitik macht es Finanzinstituten nicht leicht. Rückgänge im Zinsergebnis müssen aufgefangen werden. „Vorsichtig wirtschaften und Kosten senken allein, wird uns nicht helfen, das Schiff auf Kurs zu halten“, umschreibt Peter Scholten das derzeitige Spannungsfeld. „Daher haben wir uns bereits seit Jahren für die mutigere Variante entschieden: in neue Geschäftsfelder zu investieren. Das hat sich ausgezahlt.“
So hat man die Geschäftsfelder Immobilienprojekte, Immobilientöchter und Strukturierte Finanzierungen in den letzten Jahren stetig ausgebaut und Partnerschaften gefunden.
Im Bereich der Immobilien beteiligt sich die Sparkasse Rhein-Nahe seit neuestem an dem Startup WIR WohnImmobilienRente GmbH in Hamburg. Das Unternehmen bietet deutschlandweit unterschiedliche Formen der Immobilienverrentung für Privatpersonen an. Diese ermöglichen es den Kunden, in der eigenen Immobilie wohnen zu bleiben und dennoch Liquidität zu generieren, um auch im Alter gut leben zu können. „Über die Kooperation mit dem Startup können wir diese innovativen Produkte zukünftig unseren Kunden anbieten und den Megatrend Immobilienverrentung aktiv gestalten“, erläutert Scholten.

Neue Gebäude für Kunden und Mitarbeiter

Kundennähe und Erreichbarkeit vor Ort sind wichtige Anliegen der Sparkasse Rhein-Nahe und gleichzeitig Bekenntnis für die Region. Im Beratungs-Center in Ingelheim am Kelteneck steht nach Fertigstellung des Innenausbaus der Einzugstermin im ersten Halbjahr 2021 bevor. Auch in Rüdesheim ist ein neues Beratungs-Center in Planung.

„Wir ziehen uns nicht aus der Fläche zurück, sondern bleiben der Region treu“, so Scholten.

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