Bad Kreuznach

"Solar-Quartier" hilft beim Klimaschutz

Es ist nicht nur die gigantische Aussicht von der 30 Quadratmeter großen Terrasse, die die Häuser im „Solar-Quartier“ zu beliebten Wohnungen machen werden ...

Am Projekt beteilt sind: die Volksbank Rhein-Nahe-Hunsrück, vertreten durch den Vorstandsvorsitzenden Horst Weyand, Thomas Sapper von FUTUREhaus, Oberbürgermeisterin Heike Kaster-Meurer, Bauunternehmer Joachim Gerharz und GEWOBAU-Geschäftsführer Karl-Heinz Seeger.

(28.4.21) Beispielhaft ist das zukunftsweisende Konzept: „In den Weingärten“ entstehen 28 energieautarke und vernetzte Wohnungen, die überschüssigen Strom in ein gemeinschaftlich genutztes Netz einspeisen. Zum Beispiel zum Land von E-Autos.

GEWOBAU-Geschäftsführer Karl-Heinz Seeger, Oberbürgermeisterin Heike Kaster-Meurer und der Geschäftsführer von FUTUREhaus, Thomas Sapper, präsentierten nun die ersten beiden Häuser, die Mitte April errichtet wurden. Bis zum Jahresende soll der Großteil aller 28 Einheiten bezugsfertig sein.
Die Häuser werden aus Holzspansteinen im Bad Kreuznacher FUTUREhaus-Werk wändeweise vorkonstruiert, auf der Baustelle schließlich montiert und mit Beton ausgegossen.

Drei der Wohnhäuser mit insgesamt sechs Wohneinheiten werden von der städtischen Wohnungsbaugesellschaft GEWOBAU gebaut und dann vermietet. Zielgruppe sind junge Familien und generationenübergreifende Hausgemeinschaften.
Das Konzept hat bereits bundesweite Anerkennung gefunden: Es erzielte den zweiten Platz beim Green Tech Award 2018. Denn Energie-Sparsamkeit steht nicht erst beim fertigen Haus im Mittelpunkt, sondern bereits in der Vorproduktion und beim Bau: Das Unternehmen FUTUREhaus hat im vergangenen Jahr eine Produktionsstraße in Bad Kreuznach errichtet und lässt alle vorgefertigten Bauteile dort vor Ort produzieren, was teure Transportwege spart und die Belastung der Umwelt gering hält.
Einen nachhaltigen Effekt hat auch die Vernetzung der Fotovoltaikdächer der Häuser und die Einspeisung des in den Häusern nicht benötigte Stroms in eine Pufferbatterie.
Die gespeicherte Energie kann bei Bedarf abgerufen werden – beispielsweise um  E-Autos zu laden.
„Wir freuen uns sehr, Teil dieser spannenden Entwicklung von Wohnraum in dieser Stadt zu sein“, so Oberbürgermeisterin Heike Kaster-Meurer.
Das Solar-Quartier soll auch für andere Standorte Modell- und Signalcharekter haben. Für Mieter sind vor allem die günstigen Nebenkosten von Vorteil. Der Mietpreis pro Quadratmeter werde etwa 8,50 bis 9 Euro betragen, so Karl-Heinz Seeger. Die Nebenkosten für Strom und Wärme sollen bei rund 170 Euro liegen.
Die nicht von der GEWOBAU genutzten Häuser werden zu einem Preis von rund 500.000 Euro verkauft – inklusive rund 300 Quadratmeter Gartenanteil.
Infos: www.futurehaus.de

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