Bad Kreuznach

Nie seine Menschlichkeit verloren

Nach 25 Jahren im Dienst der Kreuznacher Stadtwerke ist Dietmar Canis als Geschäftsführer in den Ruhestand verabschiedet worden.

Oberbürgermeisterin Heike Kaster-Meurer verabschiedete Dietmar Canis mit einem Bild aus seinem früheren Büro in den Ruhestand. Foto: Norbert Krupp

Viele Geschäftspartner, Vertreter der Gesellschafter, Wegbegleiter, Kunden, Kollegen und Freunde waren zu der Feierstunde im Bonnheimer Hof gekommen. 17 Jahre lang zeichnete Canis für den Konzern verantwortlich, in deren Dienste der gelernte Betriebswirt bereits 1993 als kaufmännischer Prokurist und Abteilungsdirektor der damaligen Städtischen Betriebs- und Verkehrsgesellschaft getreten war. Jetzt entschied sich der 67-Jährige für den verdienten Ruhestand - nach einem 52-jährigen Berufsleben, von dem er zwölf Jahre als Pilot und Hauptmann bei den Heeresfliegern der Bundeswehr gedient hat. 

In ihrer Eigenschaft als Aufsichtsratsvorsitzender der SWK lobte Oberbürgermeisterin Heike Kaster-Meurer den scheidenden Geschäftsführer als Netzwerker, der sich stets aktiv in die Arbeit der Gremien eingebracht habe. „Wir schenken einem Mann das Vertrauen, der sich bestens bewährt hat“, zitierte die OB ihren Amtsvorgänger Rolf Ebbeke, der so 2002 verdeutlicht hatte, warum die SWK-Gesellschafter den ihnen bereits bestens bekannten Canis ohne Stellenausschreibung zum Geschäftsführer beriefen. 

Seine hohe Qualifikation als Firmenchef brachte er nicht nur durch kaufmännisches Geschick zum Ausdruck, sondern auch dadurch, dass er seinen mehr als 260 Mitarbeitern stets mit Wertschätzung begegnete.
Mario Spreitzer, der Betriebsratsvorsitzender der SWK, schrieb es Canis‘ Weitsicht zu, dass die SWK heute so gut aufgestellt sind und alle Arbeitsplätze gesichert werden konnten: „Bei allen Entscheidungen, die Dietmar Canis in den vergangenen Jahren fällte, hat immer das Unternehmen im Fokus gestanden. Und in 16 der 17 Jahre haben wir die von Ihnen gesteckten Ziele auch erreicht.“ Spreitzer bescheinigte: „Herr Canis hat nie seine Menschlichkeit verloren, dies hat ihn bei der Belegschaft so beliebt gemacht. Und die Belegschaft hat es ihm mit Leistung zurückgeben.“ 


Dafür, „ein gut bestelltes Haus“ mit einer „super Mannschaft“ vorgefunden zu haben, dankte Christoph Nath, der Anfang Oktober als Nachfolger angetreten ist, seinem Amtsvorgänger. Diese habe ihn mit offenen Armen empfangen und habe ihm bei gemeinsamen Antrittsbesuchen viele Türen geöffnet und Kontakte nutzbar gemacht. Nath will nun gemeinsam mit den Beschäftigten die Strategien der SWK schärfen und mit den Gesellschaftern des Unternehmens richtungsweisende Maßnahmen ableiten. Er freue sich auf die vor ihm liegende Aufgabe, den Konzern in unruhigen und dynamischen Zeiten auf künftige Herausforderungen einzustellen.

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