Bad Kreuznach

FUTUREhaus investiert in Produktionsstätte

Die Haus 4.0/FUTUREhaus GmbH errichtet in Bad Kreuznach eine Produktionsstätte für die Fertigung klimapositiver Einfamilienhäuser. Das Vorhaben startete mit einem "ersten Spatenstich".

(v.l.n.r.) Bad Kreuznachs Oberbürgermeisterin Dr. Kaster-Meurer, Vorstandsvorsitzender Horst Weyand Volksbank Rhein Nahe Hunsrück, Karl-Heinz Seeger, Geschäftsführer der Gewobau Bad Kreuznach, Thomas Sapper, Geschäftsführer Haus 4.0/FUTUREhaus, Joachim Gerharz, Geschäftsführer Gerharz Bauunternehmung Bad Kreuznach

(1.4.) Haus 4.0/FUTUREhaus investiert auf einer ehemaligen Brache entlang der Otto-Meffert-Straße fünf Millionen Euro. In Nachbarschaft des Leonardo-Hotels entstehen eine Produktionshalle, eine Halle für Modulfertigung, ein Firmengebäude sowie ein Musterhaus. Dabei legt das Unternehmen Wert auf ein ästhetisch anspruchsvolles, harmonisches Ensemble. Jährlich sollen hier die passenden Module für 150 klimapositive Häuser entstehen. Sämtliche Dächer der Produktionshalle sind komplett mit Photovoltaik-Modulen bestückt.
„Wir haben uns zur Philosophie gemacht, der Branche vorauszueilen und klimapositiv zu fertigen“ erläuterte Geschäftsführer Thomas Sapper die Pläne. Und das Unternehmen geht mit guten Beispiel voran: Nur zwei Kilometer vom neuen Firmenquartier entfernt, errichtet Haus 4.0/FUTUREhaus im Südosten der Stadt 28 Wohneinheiten in Doppel- und in drei Zweifamilienhäusern.
 FUTUREhaus nutzt seine patentierte Massivbauweise, um den Ausstoß an CO2 möglichst gering zu halten. Zum Einsatz kommen vorgefertigte Holzspanwände mit Betonkern, die durch ein innovatives energetisches Konzept ergänzt werden.
Die installierten PV-Module auf optimal ausgerichteten Pultdächern dieser Häuser produzieren mit jeweils 13,2 Kilowattpeak erheblich mehr Energie, als ihre Bewohner in der Jahresbilanz benötigen.
Energieverbräuche und Solarstromüberschüsse werden intelligent  gemanagt: Vorrang hat der Eigenverbrauch, dann kommt die Versorgung der Nachbarn im Quartier, gefolgt von der Einspeisung in den gemeinsamen 210-kWh-Quartierspeicher. Der Verkauf ins Netz ist die letzte Option – „zu den aktuellen Bedingungen ist sie wirtschaftlich leider unattraktiv“, fasst Sapper zusammen.
Alle Gebäude im Quartier sind zudem über ein gemeinsames Wärme-Nahverbundnetz verknüpft. Dessen niedrige Vorlauftemperaturen ermöglichen eine hocheffiziente, preiswerte Heizungs- und Warmwasserversorgung durch relativ kleine Wärmepumpen in den Gebäuden.
 Den künftigen Eigentümern garantiert das Bauunternehmen, dass alle Gebäude des Solar-Quartiers in längstens 60 Jahren Nutzungsdauer mehr CO2-Emissionen einsparen, als für ihre Errichtung nötig war. Eine Bilanz, die auch die städtische Gewobau für eine lohnenswerte Investition hält: Zwei der Häuser sollen an Kunden der Gewobau vermietet werden. „Wir freuen uns, an diesem Zukunftsprojekt in Bad Kreuznach wesentlich beteiligt zu sein“, sagte GEWOBAU-Geschäftsführer Karl-Heinz Seeger. Die Gewobau erschließt zurzeit den Standort für das Solar-Quartier und stellt die Grundstücke zur Verfügung.

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