Bad Kreuznach

Erste Träume gehen in Erfüllung

„Spar dei Träum nit uff for morje“: Die Gemeinschaftsaktion von Sparkasse Rhein-Nahe und "Fidele Wespe" lässt die ersten Wünsche wahr werden.

Auf dem Nikolausmarkt in Bad Kreuznach gingen die ersten Wünsche der Aktion „Spar die Träum nit uff for morje“ in Erfüllung!

Ein Grabstein für die plötzlich verstorbene Verlobte, eine Baggerfahrt – kleine Wünsche mit großer Bedeutung für die Wünschenden … Sie zu erfüllen, haben sich die Sparkasse Rhein-Nahe und die „Fidele Wespe“ in ihrem Gemeinschaftsprojekt zur Aufgabe gemacht.
Die ersten Wünsche wurden nun im Rahmen des Nikolausmarktes in Bad Kreuznach bekannt gegeben. So wird einer alleinerziehenden und sozial sehr engagierten Mutter vom Kfz- Meisterbetrieb Auto Jung ein Hochbett für ihre kleinen Kinder zur Verfügung gestellt. Bei dieser Gelegenheit wird vom Malerbetrieb Sven Müller auch gleich das Zimmer kindgerecht gestrichen werden. 

Das Bestattungsinstitut Zorn übernimmt zusammen mit dem Steinmetzbetrieb Bußmer und Orben die Neugestaltung eines Grabsteines und erfüllt damit den Herzenswunsch eines jungen Mannes nach einem Grabstein für seine plötzlich verstorbene Verlobte, die im Gemeinschaftsgrab bei ihren Eltern beigesetzt ist. Aber auch kleine Wünsche wurden berücksichtigt. Dank der bestehenden Kontakte zu Bauunternehmer Martin Spira wird einem Familienvater sein Kindheitstraum einer Baggerfahrt ermöglicht.

Der Hintergrund der Aktion
Am Anfang stand der öffentliche Aufruf der Fidele Wespe und der Sparkasse Rhein-Nahe im August: Hier konnten Menschen Personen vorschlagen, denen ein besonderer Traum erfüllt werden soll. Grundvoraussetzung war, dass die Empfängerinnen und Empfänger sich diesen Wunsch nicht selbst erfüllen können. In dieser Zeit hatten viele interessante und zum Teil herzergreifende Wünsche das Organisationsteam erreicht und ein Kuratorium hatte die schwierige Aufgabe, über deren Erfüllung zu beraten und letztendlich zu entscheiden.
Damit die Träume bald Realität werden konnten, wurde die Fidele Wespe früher aktiv als gewohnt. Denn bei dem Karnevalistenclub begann die närrische Zeit in diesem Jahr schon mit einer Benefizveranstaltung im Oktober. Rund 250 Gäste hatten sich zum ersten „Kreiznacher Scharfgericht“ auf der Pfingstwiese eingefunden um die Verhandlung der Anklage der Bad Kreuznacher Oberbürgermeisterin Dr. Heike Kaster-Meurer zu verfolgen.
Der Rahmen des karnevalistisch-politischen Scharfgerichts wurde genutzt, um für die von der Sparkasse Rhein-Nahe unterstützen Aktion zu sammeln. Das Publikum war gerne bereit einen Beitrag zu leisten und überwies noch vor Ort das Geld in die Spendenbox des „Kwitt-Boten“ der Sparkasse. Am Ende der Veranstaltung kam so mit 6.000 Euro ein beachtlicher Betrag zusammen.
„Mit unserer gemeinsamen Aktion mit den Fidele Wespe haben wir die Richtigen erreicht und erfüllen Träume dort, wo sie sonst unerreichbar gewesen wären. Ich danke allen Spendern und Gönnern für ihre Unterstützung, aber auch denjenigen, die die Vorschläge eingereicht haben. Sie haben uns gezeigt, dass mitten unter uns Leute sind, die sich für ihre in Not geratenen Mitmenschen einsetzen oder denen ein besonderes Engagement auffällt und das geleistete auch anerkennen.“, sagt Andreas Peters, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Rhein-Nahe.

„Wir freuen uns, heute hier die ersten glücklichen Gesichter zu sehen und wir sind uns sicher, dass noch viele weitere folgen werden“, ergänzt der Vizepräsident der Fidele Wespe e.V., Jens Wichmann. 

Die Oberbürgermeisterin Dr. Heike Kaster-Meurer lobte indes die Ausrichter. „Es ist eine bemerkenswerte Aktion, die hier ins Leben gerufen wurde. Es ist nicht alltäglich, dass ein Verein in einem solchen Umfang zur Hilfe für andere aufruft“. Sie hoffe nun, dass die Aktion weitergeführt würde und auch künftig noch viele Träume in Erfüllung gehen. 

Und tatsächlich ist das Projekt mit dieser Übergabe noch lange nicht zu Ende: Die Sparkasse Rhein-Nahe und die Fidele Wespe freuen sich weiterhin über Unterstützung, um möglichst viele Träume erfüllen zu können. Dabei sind vor allem nicht nur Geldspenden gefragt sondern insbesondere auch die Nutzung bestehender Sachwerte oder Netzwerke und die Vermittlung von Kontakten, um Träume wahr werden zu lassen.

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