Bad Kreuznach

Netzwerkarbeit in Zeiten von Corona

Die Mitgliederversammlung lief dieses Mal halb virtuell. Doch die Netzwerkarbeit soll auch in Zeiten von Corona weitergehen.

Im großen Sitzungssaal der Kreisverwaltung Bad Kreuznach trafen sich die Mitglieder dieses Mal – unter anderem. Denn all jene, die nicht persönlich erscheinen wollten, konnten sich per Video zuschalten lassen. Eine ungewohnte Art und Weise zu netzwerken. Doch es funktionierte, wie der Vorsitzende Stefan Langenfeld feststellen konnte.
Im Anschluss an die Mitgliederversammlung lud die Regionalinitiative außerdem zu einer „Zu Gast bei …“-Veranstaltung in Zusammenarbeit mit der RPR-Unternehmensgruppe ein. Dieses Mal waren die Mitglieder allerdings nicht zu Gast im gastgebenden Unternehmen, sondern dieses im Sitzungssaal – auch per Live-Stream.
Zuvor gab Stefan Langenfeld einen Überblick über die Mitgliederentwicklung des vergangenen Jahres. 29 neue Mitglieder stellten einen Aufnahmeantrag, sodass die Gesamtzahl nun – abzüglich der sechs ausgeschiedenen Unternehmen – auf 267 gestiegen ist.
Außerdem gab Langenfeld einen Rückblick auf die Aktivitäten des abgelaufenen Jahres.
Höhepunkt war wieder das Sommerfest der Wirtschaft, bei dem sich im vergangenen Jahr zwar ein paar Regentropfen unter die zahlreichen Gäste aus Politik und Wirtschaft gemischt hatten, sie mit ihnen aber dennoch in lockerer Atmosphäre ein ausgelassenes Sommerfest feiern konnten.

Herausstach außerdem die Veranstaltung in Kooperation mit dem Team Erfolgsimpuls im Haus des Handwerks: „klAPPern gehört zum Handwerk“. „Macht mal was anderes als die anderen“, zeigte Digitalisierungsexperte Christoph Krause vom Kompetezzentrum der Handwerkskammer auf. Beispielsweise den Weg eines ehemaligen Bankers zum trendigen Bäcker. Das Handwerk sei zurzeit sehr gut ausgelastet, aber ausruhen sei ganz falsch. Denn die Industrie bietet zunehmend individualisierte handwerkliche Lösungen übers Internet an: „Bei Versandhändlern können Sie jetzt auch komplette Badezimmer bestellen!“ Handwerksbetriebe sollten sich mithilfe digitaler Möglichkeiten was Neues einfallen lassen: „Einfach mal quer denken und dann einfach ausprobieren und machen!“  
Auch der traditionelle Wirtschaftstag kam nicht zu kurz, auf dem Journalist Dr. Hajo Schuhmacher einen kritischen Blick auf die Sozialen Medien warf: „Sie dealen mit Dopamin, dem Glückshormon, das bei jedem „Like“ oder positiven Kommentar ausgeschüttet wird.“ Geschäftszweck sei einzig und allein, die Benutzer möglichst lange am Ball zu halten.
Soziale Medien sind allerdings nur ein kleiner Teil dessen, was heute unter dem Begriff „Digitalisierung“ zusammengefasst wird. Die Regionalinitiative Rhein-Nahe-Hunsrück präsentierte ein breites Spektrum ganz unterschiedlicher Aspekte – angefangen von den Fortschritten der Mikroelektronik als Voraussetzung für Digitalisierung, über die Zukunft der Arbeiten bis hin zu konkreten Anwendungsmöglichkeiten.
Wie aktuell das Thema werden würde, hatte damals – natürlich – noch niemand geahnt. Denn Mittlerweile ist man in diesem Punkt einen Schritt weiter … gezwungenermaßen.
Deshalb stellte sich RPR im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Zu Gast bei …“ den Mitgliedern vor. Andy Abel, Leiter Digitale Entwicklung erklärte den anwesenden Mitgliedern, wie sie ihre digitale Selbstdarstellung optimieren können.
Er erläuterte den von ihnen entwickelten DIGITAL INDEX, der Unternehmen dabei unterstützen kann, dass er digital sichtbarer wird. „Wir ermitteln für unsere Partner den digitalen Status quo, geben Handlungsempfehlungen und setzen diese um. Am Ende wir der Erfolg bei der Neukundengewinnung konkret messbar. Außerdem erläuterte er, welche Herausforderungen vom kleinen Firmeninternen Meeting bis hin zur Jahreshauptversammlung zu meistern sind und welche Lösungen zur Verfügung stehen.

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