Bad Kreuznach

Klinik statt Feldbett

Die Geriatrische Klinik und die Karl-Aschoff-Klinik werde zu Notfallkliniken beim Kampf gegen die Pandemie.

(9.4.) „Das nächste große Puzzleteil sitzt“, freut sich Landrätin Bettina Dickes. Denn zwischenzeitlich konnten die zwei Rehakliniken im Krankenhauskonzept des Landkreises für Corona aufgenommen werden, die – sofern die Kliniken im Landkreis im Zuge einer möglichen, rasanten Zunahme von Coronapatienten voll wären – Kapazitäten auffangen werden.
Das Konzept wurde von der Landrätin, Gesundheitsamtsleiter Dr. Ernst-Dieter Lichtenberg und Vertretern aller Krankenhäuser und Rehakliniken gemeinsam erstellt. Die Landrätin stand zur Umsetzung in engem Kontakt mit dem Mainzer Gesundheitsministerium. Dort wurde das nun fertige Konzept genehmigt und ausdrücklich gelobt. „Wir setzen hier nicht auf Turnhallen mit Feldbetten, sondern auf vorhandene Klinikkapazitäten, in denen medizinische Ausstattung bereits vorhanden ist“. Man sei im Landkreis in der glücklichen Lage, auf viele Rehakliniken zurückgreifen zu können. Ihr Dank gelte allen Klinikbetreibern sowie den weiteren Mitwirkenden. „Wir haben an einem großen Strang gezogen und ein gutes Ergebnis erreicht, dass einen wieder besser schlafen lassen kann“.
„Mit der Geriatrischen Klinik und der Karl-Aschoff-Klinik haben wir zwei Rehakliniken für den möglichen Tag X in der Hinterhand, auf die wir sehr kurzfristig zurückgreifen könnten“, so die Landrätin. Bis zu 115 Betten stünden hier dann zur Verfügung. Die Betten werden bereits jetzt weitgehend freigehalten, Rehapatienten in den anderen Rehakliniken im Landkreis aufgenommen. „Ich bin wirklich froh, dass wir gemeinsam dieses Konzept auf die Beine gestellt haben“. Der Dank gelte allen Beteiligten, aber auch dem Land für dessen Unterstützung und die Genehmigung des Konzeptes. Durch die Genehmigung sei sichergestellt, dass die freigehaltenen Betten in den Rehakliniken durch den Rettungsschirm des Bundes finanziert werden können.

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